Stellungnahme zum Scharzbuch Esoterik - Hamburger Institut für angewandte Spiritualität

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Stellungnahme (möglicher download als pdf)
13.08.2011

Am 09.08.11 wurde in Hamburg die Veröffentlichung eines "Schwarzbuches Esoterik" von Frau Caberta bekannt gegeben. Im Rahmen der Meinungsfreiheit darf jeder schreiben, was er möchte. Nur wenn diese Veröffentlichung mit Unterstützung des Hamburger Senates und des NDR erfolgt, erhält dieses Buch eine öffentliche Aufwertung, die durch nichts zu rechtfertigen ist. Frau Caberta hält sich für eine Sekten-Expertin. Mit diesem Buch und der begleitenden Berichterstattung begibt sich Frau Caberta genau auf das Niveau der von Ihr bekämpften Sekten. Sekten sind immer dogmatisch. Freiheit im Geistesleben und freie Religionsausübung aber sind unantastbare Grundrechte. Zweifellos gibt es auch in der Esoterikszene schwarze Schafe, ebenso wie in jeder anderen Branche. Eine pauschale Diffamierung von Millionen Menschen, die sich spirituell engagieren, ist undiskutabel. Diese Einschränkung der Meinungsfreiheit geht in gleiche Richtung wie Hexenverbrennung und Ketzerprozesse im Mittelalter. Heute muss sich Frau Caberta damit in die Ecke der Fundamentalisten einordnen lassen. Welche Auswirkungen solche Herzlosigkeit haben kann, mussten wir gerade im Norwegen erleben. Sobald der Hamburger Senat und öffentlich rechtliche Medien dabei mitmachen, kommen sofort Assoziationen an Ermächtigungsgesetze und Bücherverbrennungen der Nazizeit.
Deshalb fordere ich hiermit den Hamburger Senat auf, umgehend eine distanzierende Stellungnahme abzugeben.
Über die einseitige und unterstützende Berichterstattung des NDR erwarte ich eine Untersuchung der Medienaufsicht.
So wie man Kriminalität nicht bekämpfen kann, sondern durch Umgestaltung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen deren Grundlage auflösen muss, so darf man Sekten u.ä., nicht bekämpfen. Wenn unsere Kinder zu offenen, selbstbestimmten und kritischen Menschen heranwachsen können, die in ihrer Kraft und Mitte sind, kann niemand Einfluss über sie gelangen. Die geistige Orientierungslosigkeit ist heute weit verbreitet. Vielen Menschen suchen nach dem Sinn des Lebens. Wo ein Mangel, ein Notstand, eine Marktlücke herrscht, da machen sich oft auch Scharlatanerie und Gewinnstreben breit. Um als Menschheit wieder in Harmonie mit dem Weltenganzen, mit der Natur und dem Kosmos zu gelangen, ist es an der Zeit, sich ein gut fundiertes Weltbild zu schaffen.
Deshalb bitte ich alle Menschen, sich der Öffnung und des Bewusstwerdens einer sich verändernden Gesellschaft zu zuwenden, statt Millionen herzensgute Menschen auf ihrem spirituellen Weg zu diffamieren.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Sohr
Landesvorsitzender Hamburg
Die Violetten, Partei für spirituelle Politik

 
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